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Head, Hand, Health and Heart – the 4H of Finland und wie wir es erlebt haben!

Die zwei Murauerinnen Simone Pichler und Lisa-Marie Zauchner waren von 04. bis 11. November 2018 beim Autumn Seminar der Rural Youth Europe in Finnland dabei. Hier ein kurzer Erfahrungsbericht der beiden!

 

Die 4H Jugendorganisation ist die Rural Youth in Finnland und unterteilt sich in diese vier Kategorien. Die Dachorganisation mit dem Hauptbüro befindet sich in Helsinki, von wo aus alle Projekte entstehen und geleitet werden. Außerdem gibt es in den diversen Regionen Treffpunkte wie beispielsweise Gemeinschaftsräume, wo die Projekte ausgeführt werden. Betreut werden Kinder von sechs bis zwölf Jahren und Aktivitäten wie Kochen, Werken, Wandern etc. werden ausgeführt. Ab dem Alter von 13 Jahren wird man zum „Leader“ solcher Gruppen und führt diese Tätigkeiten aus.

 

Head:

Interaktive Gruppenarbeiten haben unsere Köpfe so richtig zum Rauchen gebracht. Das Hauptthema "media crossroad" wurde unter unterschiedlichsten Aspekten betrachtet. Am Montag starteten wir gleich am Morgen mit „rise and shine“, welches sich dann die ganze Woche fortführte. Dabei wurden aktivierende Aktivitäten eingesetzt, um konzentriert in den Tag zu starten. Das erste Thema das wir behandelten war die Selbstdarstellung im Netz. Dabei wurden wir in Partnergruppen aufgeteilt und suchten die jeweils andere Person im Internet. Besonders bedeutend war dabei die Reflexion und das eigene Bewusstsein dazu, welches man sonst nicht wissentlich wahrnimmt. Daraufhin tauschten wir intensiv unsere Meinungen über Möglichkeiten und Risiken im Internet aus.

Am darauffolgenden Dienstag wurde an die Thematik angeknüpft, das Hauptthema war kritisches Denken in Bezug auf alle Formen von Medien. Außerdem wurde für jedes Land erarbeitet, an welche Organisation ich mich wenden kann, wenn ich ein Problem mit Inhalten von Medien habe. „Living library“ - mit dieser Methode wurden wir am nächsten Tag konfrontiert. Vier Personen wurden zu einem offenen Buch, welche uns Informationen zu diversen Thematiken mitteilten. In Kleingruppen wurden die Themenbereiche „Rallye“, "4H", "Rural Youth" sowie "Jugend und Politik" besprochen.

Ein weiterer Gegenstand des Seminars war die Auseinandersetzung mit dem Begriff Hass. Wie willkürlich und unreflektiert benutzt man das Wort Hass und welche Bedeutung hat dieses eigentlich? Der Fokus wurde auch auf hate speech im Netz gelegt und welche Folgen daraus resultieren können.

Am 8. November erkundeten wir am Vormittag Helsingfors, die finnische Hauptstadt. Wir schlenderten vorbei an vielen Restaurants, Cafés, Bars und Einkaufszentren. Der Dom, die Nationalbibliothek, die Universität und den Hafen ließen wir uns an diesem Tag nicht entgehen. Diese Eindrücke werden uns ewig in Erinnerung bleiben.

Eine Woche vergeht wie im Flug und damit sind wir auch schon beim Freitag angelangt. Dieser Tag war geprägt von Reflexionen und Evaluationen. Alle TeilnehmerInnen ließen ihre Woche und gesammelten Erfahrungen revuepassieren und hinterließen den anderen nette Botschaften. Somit war unsere Woche von vielen unterschiedlichen Impressionen geprägt, welche wir in vielen Bereichen anwenden können.

 

Hand:

Uns waren keineswegs die Hände gebunden, wir konnten unsere Ideen immer einbringen und diese wurden auch diskutiert. Das Visualisieren von erarbeiteten Themenbereichen ist wichtig, um die Inhalte verinnerlichen zu können. Daher war die Plakatgestaltung auch ein Fixpunkt des Workshops.

 

Health:

Wie oben schon angeführt starteten wir jeden Morgen mit einem „rise and shine“, wobei wir unseren Körper durch kurze Übungen aktivierten. Die Gesundheit und das Wohlbefinden sind den Finnen generell sehr wichtig und darauf stimmten sie unser Programm ab. Der Nighthike, welcher am Dienstag stattfand, führte uns durch den Wald bis hin zur Lifttrasse. In aufgesplitteten Gruppen gestalteten unsere „Leader“ lustige Gruppenaktivitäten, die unseren Zusammenhalt stärkten. Außerdem besuchten wir im Laufe der Woche eine Aussichtsplattform, wo wir die mystische Stimmung mit Blick auf den schönen See genießen konnten. Über den Tag hinweg wurden uns genügend Pausen genehmigt, in denen wir die frische Luft genießen konnten. Genügend Obst, Kaffee, Tee und Wasser hielten unser Wohlbefinden auf Trab.

 

Heart:

21 TeilnehmerInnen aus 11 Nationen und jede/r einzelne von Grund auf verschieden und trotzdem haben wir jede/n einzelnen ins Herz geschlossen. Ausschlaggebend für den Zusammenhalt der Gruppe war das abwechslungsreiche Abendprogramm. Am Montag wurde durch das erste Zusammentreffen das Eis gebrochen und neue Kontakte geknüpft. Um in deren Kulturen eintauchen zu können, fand ein International Evening statt, wobei jedes Land traditionelle Speisen vorbereitet hatte. Die diversen Köstlichkeiten wurden bei regen Unterhaltungen über die jeweiligen Bräuche der Länder genossen. Weiters intensivierten sich die Freundschaften durch eine gemeinsame Movie Night sowie einen Saunaabend. Leider kommt auch die Zeit, wo es heißt „Time to say goodbye“ zu sagen. Am Freitag fand die closing ceremony im Naturmuseum „Haltia“ statt. Nach einer interessanten Führung ließen wir uns ein veganes Dinner schmecken. Danach ging es zurück in den Gemeinschaftsraum, wo noch viel geredet, getanzt und gefeiert wurde.

 

Ein kurzer Rückblick einer tollen Woche mit Reflexion der 4H.

Autumn Seminar 2018 – Eine Zeit, die wir nie vergessen werden!

 


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