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Regional gedacht, haltbar gemacht

| Landwirtschaft & Umwelt

14.500 Gläser für eine Idee: 
Landjugend Steiermark macht regionales Gemüse haltbar

Mit dem Landesprojekt „Regional gedacht, haltbar gemacht“ stellt die Landjugend Steiermark 2026 das Gemüse in den Mittelpunkt. Ziel ist es, Wissen rund ums Einkochen, Einlegen und Fermentieren zu vermitteln, Ernteüberschüsse sinnvoll zu nutzen und regionales Gemüse das ganze Jahr über haltbar zu machen. Herzstück des Projekts: 14.500 Drahtbügelgläser, die in der ganzen Steiermark verteilt werden.

Gemüse spielt in der heimischen Landwirtschaft eine wichtige Rolle und kann für viele Betriebe ein zusätzliches Standbein sein. Genau hier setzte das diesjährige Landesprojekt der Landjugend Steiermark an. Gemeinsam mit dem Lebensressort des Landes Steiermark und dem Referat Gartenbau der Landwirtschaftskammer Steiermark wurde das Thema Gemüse aufgegriffen und mit der jährlichen Lebensmittelaktion verbunden.

Unter dem Motto „Regional gedacht, haltbar gemacht“ ging es dabei um eine einfache, aber wirkungsvolle Idee: Regionales Gemüse soll nicht nur in der Erntezeit genossen, sondern durch Einkochen, Einlegen und Fermentieren für das ganze Jahr haltbar gemacht werden. So können Ernteüberschüsse sinnvoll genutzt und Lebensmittelverschwendung vermieden werden.

Wissen, das in den Alltag mitgenommen wird

Neben der steiermarkweiten Lebensmittelaktion setzte die Landjugend auf praktische Bildungsangebote. Bei einem Online-Workshop im Juni zeigte Seminarbäuerin Franzisca Bauer, wie regionales Gemüse fachgerecht eingekocht und eingelegt wird. Im September vermittelte Ing. Eva Maria Lipp in einem weiteren Online-Workshop die Grundlagen des Fermentierens. Die beiden Workshops begeisterten rund 190 teilnehmende Mitglieder.

Auch bei zwei Agrarexkursionen mit einem Besuch im „Garten am Berg“ in Schladming sowie bei der Landesversuchsstation für Gemüsebau und Spezialkulturen Wies konnten die Teilnehmer:innen einen praktischen Einblick in den Gemüsebau bekommen. Insgesamt verzeichneten die Bildungsangebote mehr als 260 Teilnahmen.

Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts war die Zusammenarbeit mit Jugend am Werk. Gemeinsam mit Kund:innen von Jugend am Werk wurde am Steiermarkhof ein Einkochtag mit Seminarbäuerin Franzisca Bauer durchgeführt. Dabei wurde Gemüse vom Gemüsehof Hillebrand verarbeitet und haltbar gemacht. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Vermittlung von Wissen, sondern vor allem das gemeinsame Tun.

14.500 Gläser bringen die Idee in die Regionen

Den größten Teil des Projekts bildet die steiermarkweite Lebensmittelaktion. 14.500 Drahtbügelgläser wurden in 195 Bezirks- und Ortsgruppen steiermarkweit verteilt. Damit wird das Thema nicht nur in den einzelnen Kursen vermittelt, sondern direkt in die Gemeinden getragen. Der begleitende Flyer informiert über das Projekt und führt über einen QR-Code zu weiteren Informationen, Tipps und Rezepten rund um das Haltbarmachen von Gemüse.

Die Gruppen nutzten die Gläser auf unterschiedliche Weise: Teilweise wurden selbst hergestellte, eingekochte Produkte abgefüllt und im Rahmen von Erntedankfesten verteilt. Andere Ortsgruppen gaben bewusst leere Gläser gemeinsam mit Informationen weiter, um die Menschen dazu zu motivieren, selbst regionales Gemüse haltbar zu machen.

Verteilaktion der Landesorganisation

Beim Kulinarikfest der LK Steiermark im Rahmen des Aufsteirern wurden 300 Drahtbügelgläser durch die Landesorganisation an Besucher:innen verteilt. Damit wurde die Botschaft des Projekts auch über die Landjugend hinaus getragen: Regionales Gemüse soll wertgeschätzt und möglichst vollständig genutzt werden.

Der Slogan „Der Körper braucht‘s, die Bäuerin hat‘s“ verbindet damit mehrere Ebenen: landwirtschaftliche Produktion, Lebensmittelwissen, Regionalität, Nachhaltigkeit und gemeinschaftliches Engagement. Was mit einem Glas beginnt, soll im besten Fall in den Küchen der Steiermark weitergehen.
Regionales Gemüse hat mehr als eine Saison – richtig haltbar gemacht, kann es das ganze Jahr über auf dem Tisch stehen.

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