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Vom Maibaum zum Lebensraum – Aus Tradition wächst neues Leben

Landjugend Ortsgruppe Spielberg


Projektzeitraum:  
Frühjahr bis Sommer 2025

Ganz nach dem Titel „Vom Maibaum zum Lebensraum – Aus Tradition wächst neues Leben“ sind wir voller Motivation in unser Tatort-Jugend-Projekt, das wir gemeinsam mit den 3. und 4. Klassen der Volksschule Lind durchführten, gestartet. Unser Hauptgedanke dahinter war es, den Kindern Grundlagen des Ackerbaus, sowie Kenntnisse über die heimischen Vogelarten zu vermitteln.
Zu Beginn des Projektes hielten wir einen ausführlichen Vortrag in den jeweiligen Klassen. Ziel des Vortrages war es, den Kindern einen Einblick in die Tätigkeiten der Landjugend zu gewähren. Um die Kinder passend für den praktischen Teil des Projektes vorzubereiten, erklärten wir die Grundlagen des Ackerbaus, sowie Kenntnisse über heimische Standvögel. Die Kinder waren voller Motivation bei der Sache und berichteten bereits von ihren persönlichen Erfahrungen zu diesen Themen.
Am Tag darauf haben wir mit dem ersten praktischen Teil begonnen. Gemeinsam mit den zwei Klassen wurde der Acker für die Saat vorbereitet. Dabei konnten wir den Kindern den Unterschied zwischen traditioneller und moderner Landwirtschaft näherbringen, indem wir sie zuerst mit Handwerkzeug umgraben ließen und anschließend durften sie beim Ackerbau mit dem Traktor mitfahren. Um den Acker bestmöglich für die Aussaat vorzubereiten, wurden noch sämtliche Unkräuter und Steine händisch von den Kindern entfernt. Nach der Vorbereitung des Saatbeetes haben wir per Hand Sonnenblumen als Vogelfutter für den kommenden Winter angepflanzt. Zur Unkrautbekämpfung besuchten wir mit den Kindern noch vor den Sommerferien das Feld und entfernten sämtliche Störgewächse.
Während die Kinder ihre Ferien in vollen Zügen genossen haben, wuchsen die Sonnenblumen vor sich hin und wir bereiteten unseren Maibaum für den Bau von Vogelhäuser-Bausets vor. Dazu schnitten wir den Maibaum in örtlichen Sägeeinrichtungen zu Brettern. Anschließend wurden die Bretter gehobelt, zugeschnitten, in Form gebracht und gebohrt. Um den Kindern die Arbeit zu erleichtern, haben wir die einzelnen Elemente, die für ein Vogelhaus benötigt werden, in einem Bauset kombiniert.
Nach dem Schulstart konnten wir mit den Kindern das Projekt weiterführen. Bevor wir mit dem Bau der Vogelhäuser starteten, erklärten wir ihnen die Tradition rund um den Maibaum und die Verarbeitung vom Baum zu den fertigen Brettern / Elementen. Danach erhielt jedes Kind ein Bauset. Die erste Aufgabe war es, die Kanten der einzelnen Bretter händisch mit dem Schleifpapier abzurunden. Anschließend durften die Kinder mit Hilfe von uns Landjugendlichen und technischer Unterstützung durch Akkuschrauber, das Vogelhaus zusammenbauen. Damit das Vogelhaus der heimischen Witterung standhält, haben es die Kinder mit einer Holzlasur beschichtet.
Am darauffolgenden Tag machten wir uns gemeinsam mit Kindern auf den Weg zum Acker, um die Sonnenblumen zu ernten. Im nächsten Schritt sammelten wir händisch die Sonnenblumenkerne aus den geernteten Köpfen. Die gesammelten Kerne teilten wir unter den Kindern auf, welche sie anschließend als Vogelfutter mit nach Hause nehmen durften. Nach einem erfolgreichen Ernte-Tag konnten wir das Projekt mit einer vom Bauernbund gesponserten Jause beenden. Die Freude der Kinder war riesig, als sie mit ihrem selbstgebauten Vogelhaus den Heimweg aufsuchten.
Rückblickend war das Projekt ein voller Erfolg. Die Kinder konnten einerseits theoretisches Wissen über Handwerk, Brauchtum und Natur erwerben und andererseits praktische Erfahrung in der Landwirtschaft und im Umgang mit dem Werkstoff Holz sammeln. Auch für uns war das Projekt eine tolle Gelegenheit, unsere Leidenschaft für Traditionen, Landwirtschaft und Gemeinschaft mit den Kindern zu teilen. Wir konnten die Kinder spüren lassen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und ein Teil einer großen Gemeinschaft, der Landjugend, zu sein.
Kurz gesagt: Landjugend kann man nicht beschreiben, Landjugend muss man erleben.

 

 

 

 

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